Aktuelle Forschungsprojekte

Sozialisation und Identitätskonstruktionen – Das moralische Selbstverständnis früher Nationalsozialisten in Autobiographien

Dieses Forschungsprojekt beschäftige sich mit nationalsozialistischen Autobiographien aus dem Jahr 1934. Es handelt sich um eine qualitative Studie, die sich methodisch und empirisch auf die Theorie der Dialogizität des russischen Literaturwissenschaftlers Michail Bachtin bezieht und woraus in Auseinandersetzung mit anderen sozialwissenschaftlichen Analysemethoden eine Methode zur `Stimmenanalyse` entwickelt wurde. Die Arbeit ist allgemein und historisch angelegt und beschäftigt sich mit der Frage, wie moralische Identität im Kontext von Bildungs- und Sozialisationserfahrungen konstruiert wird. Die Analyse der moralischen Selbstkonstruktionen früher Nationalsozialisten anhand autobiographischer Dokumente stellt einen Beitrag zur gegenwärtigen Täterforschung unter entwicklungs-, bildungs- und sozialisationstheoretischer Perspektive dar.


DFG-gefördertes Projekt (2007-2011) zum Thema „Vertrauensbildung – Bildungsvertrauen. Praktiken zur Reduktion von Unsicherheiten“ im Rahmen des Programms für „Wissenschaftliche Netzwerke“ gemeinsam mit Prof. Dr. Sylke Bartmann (Hochschule Emden-Leer); Prof. Dr. Melanie Fabel-Lamla (Universität Hildesheim); Prof. Dr. Nicole Pfaff (Universität Duisburg-Essen); Dr. Sandra Tiefel, (Universität Magdeburg), Jun.Prof. Dr. Maren Zeller (Universität Trier), mit dem Thema: Vertrauen als pädagogische Kategorie – eine historisch-systematische Analyse.

 

Kindheit und Jugend in Erziehungs- und Bildungsinstitutionen 

Es handelt sich um eine biographietheoretisch fundierte, empirisch-qualitative Analyse von `Kindheit` und `Jugend` im Kontext sozialisatorisch relevanter Institutionen. Die zentrale Frage beschäftigt sich mit Faktoren, Strategien und Mechanismen für Bildungserfolg oder -misserfolg. Bildung wird hier in einem erweiterten Sinne als Prozess der Selbst- und Weltaneignung, als ein Prozess der Selbstkonstruktion verstanden. Neben individuellen, milieuspezifischen und gesellschaftlich-kulturellen Aspekten sind in dieser Studie besonders die Zusammenhänge zwischen sozialisationsspezifischen Einflüssen und den entwicklungspsychologisch relevanten selbstkonstruktiven Aneignungsprozessen interessant. Die zentrale Frage ist, in Abgrenzung zu bekannten psychologischen Resilienzfaktoren, die nach pädagogischen Resilienztfaktoren, z.B. Selbstbildungs- und Selbsterziehungsstrategien der Akteure.


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